Auswahl des richtigen Kinderwagenmodells – Kauftipps

Welches Kinderwagenmodell brauche ich?

Soll es lieber der Ferrari sein, oder reicht auch der Opel unter den Kinderwagen? Die Frage in welchem Gefährt man den Nachwuchs zum Baby-Schwimmen, Pekip-Kurs oder durch die Einkaufspassage schiebt, kann junge Eltern um den Schlaf bringen. Ein paar praktische Tipps helfen bei der Entscheidung für einen Erstlingswagen.

Dabei gilt: Wer nicht nach ein paar Monaten gleich wieder vor der Kinderwagenfrage stehen will, sollte einen Kombiwagen wählen, der später in einen Buggy/Sportwagen umgebaut werden kann. Einziger Nachteil: Kombiwägen sind oft relativ unhandlich als Buggy.

Stufe 1: Der Erstlingswagen

Sicherheit geht vor

Beurteilen Sie einen Kinderwagen nicht nur nach der Optik. Denn er wird für Sie und Ihre Kind zu einem Utensil, dass Sie täglich nutzen.

  • Achten Sie zuerst auf das TÜV- und GS-Siegel.
  • Klären Sie dann die Frage: Hat der Kinderwagen eine gute Federung, um die empfindlichen Hals- und Rückenwirbel eines Neugeborenen zu schonen?
  • Schon mit wenigen Monaten können Babys sehr beweglich sein. Deshalb muss eine Anschnallmöglichkeit vorhanden sein.
  • Breite Reifen und eine gute Bremse sorgen dafür, dass der Wagen auch über Stock und Stein sicher zu navigieren ist. Die Bremse muss auf mindestens zwei Räder wirken. Ein breiter Radabstand sorgt für extra Halt. Kleine Reifen sind dagegen wendiger und kommen gut im Stadtverkehr an.
  • Reflektoren sorgen dafür, dass der Wagen im Dämmerlicht gut erkennbar ist.

Auf die Maße kommt es an

Welche Maße darf mein Kinderwagen maximal haben, damit er in den Kofferraum des Autos, durch die Haustür und in öffentliche Nahverkehrsmittel passt?
Die Liegewanne sollte den zu erwartenden Maßen des Kindes entsprechen. Sind Sie selber eher klein, kann sich Ihr Baby in einer überdimensionierten Wanne schnell verloren vorkommen. Wächst Ihr Baby wahrscheinlich schnell, dann fühlt es sich in einer engen Wanne schnell beengt – gerade wenn im Winter dicke Kleidung und ein Deckbett hinzukommen.

Kleine Extras mit großer Wirkung

Luftbereifung ist zwar komfortabel – aber wer möchte unterwegs schon gern mit einem geplatzten Reifen dastehen? Spätestens der Buggy sollte Hartgummibereifung haben.

Der Kinderwagen sollte innerhalb weniger Sekunden und mit wenigen Handgriffen leicht zusammen- und wieder auseinandergeklappt werden.

Das Gewicht des Kinderwagens darf ihre körperlichen Fähigkeiten nicht übersteigen.

Es müssen verschiedene Taschen und/oder Netze vorhanden sein, um Einkäufe oder andere Utensilien zu verstauen.

Gut sind Wägen, welche Babys die Möglichkeit geben, auf dem Bauch liegend etwas zu sehen.

Optik & Kinderwagenmarke

Sind alle Fragen zu Sicherheit und Qualität geklärt, geht es an die Optik. Hier die drei großen Trends.

Das Accessoire der Stars

Der Kinderwagen der Stars ist eindeutig der Bogaboo. Ein modernes Design und drei ineinander verschlungene Kreise machen ihn zum Statussymbol von Stars und Sternchen. Auch Heidi Klum soll mit ihm schon durch die Straßen spaziert sein. Hier hat Optik allerdings seinen Preis. Unter 800 Euro ist das Designerstück meist nicht zu haben.

Stufe 2: Buggy, Shopper und Co.

Kann das Baby stabil sitzen, steht Stufe 2 in Sachen Kinderwagen an. Denn mit steigender Beweglichkeit der Kleinen, gelten plötzlich ganz andere Kriterien. Der Gurt muss so gearbeitet sein, dass ein Anderthalbjähriger nicht plötzlich aussteigen und auf sie Straße rennen kann. Andererseits sollte der Wagen aber auch die Selbständigkeit des Kleinkindes fördern. Konkret bedeutet das: Ihr kleiner Sohn oder Ihre kleine Tochter möchten jetzt selber ein- und aussteigen, ohne dass der Wagen kippt. Bei den ersten Versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen, sollte ein guter Buggy auch mal als Lauflernhilfe benutzt werden können.